Portrait eines PROSNOW-Wissenschaftlers: Hugues François

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1) Kannst du uns mehr über dich erzählen?

Meine ersten auf Gebirgsregionen bezogenen Arbeiten befassten sich nicht speziell mit Fragen der Skigebiete, sondern konzentrierten sich eher auf Fragen zur Entwicklung abgelegener Gebiete. Als es Zeit für eine Doktorarbeit war, erhielt ich eine finanzielle Förderung zur Untersuchung der Anpassung von Mittelgebirgsorten durch Diversifizierung der touristischen Produkte und Dienstleistungen. Nach dieser ersten Arbeit konzipierte ich die französische Skigebietsdatenbank – eine Datenbank über Skigebiete. Dies war der erste Schritt zur Initiierung der gemeinsamen Forschung mit dem Snow Research Center (CEN), die es uns ermöglicht hat, unser Wissen über Skigebiete auf der einen Seite und die Schneephysik auf der anderen Seite zu verschneiden.

2) Was ist deine Rolle in PROSNOW?

Mein ursprünglicher wissenschaftlicher Hintergrund beruht hauptsächlich auf Sozialwissenschaften sowie der Lenkung und Verwaltung von Skigebieten aus Sicht der Landplanung. Die Geburt der Skigebietsdatenbank brachte mich dazu, die (wundervolle) Welt von SQL zu entdecken, und ihre Grenzen brachten mich dazu, andere Sprachen zu erkunden, um meine Ansprüche zu erfüllen. Gleichzeitig erweiterte ich mein wissenschaftliches Tätigkeitsfeld und begann mit meinen ersten Untersuchungen zur Modellierung der Schneesicherheit in Skigebieten. Mit PROSNOW habe ich nun versucht, eine Verbindung zwischen diesen verschiedenen Ansätzen herzustellen. Als Leiter von Arbeitspaket (AP) 2 bin ich für die sozialwissenschaftliche Seite des Projekts verantwortlich. Gleichzeitig arbeite ich weiterhin in AP1 zusammen mit dem CEN an der räumlichen Interpolation von Wetter- und Schneemodellausgaben. In AP3 trage ich direkt zum Design des zentralen Datenservers bei.

3) Was erwartest du von PROSNOW?

PROSNOW ist eine Möglichkeit, unsere Forschung von unserem Büro an die Akteurinnen und Akteure in den Skigebiete weiterzugeben. Immer wieder wenden wir auch Zeit dafür auf, mit anderen Wissenschaftlern zu kommunizieren oder zur öffentlichen Diskussion beizutragen, aber PROSNOW geht noch weiter. Wissenschaftliche Botschaften können am besten übermittelt werden, wenn die beteiligten Personen sie bei ihren täglichen Aufgaben konkret einsetzen können. Es ist der erste Schritt, andere Ideen weiterzugeben, unterschiedliche Darstellungsweisen der Realität aufzuzeigen und so die Nutzer für andere Themen zu sensibilisieren: Heute wollen wir Prognosen auf einen saisonalen Maßstab ausdehnen. Ich hoffe, das führt uns Stück für Stück dazu, das Ende des Jahrhunderts diskutieren zu können!

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