Der Arbeitsplan spiegelt das Bestreben nach Co-Design und gemeinsamer Entwicklung wider und verbindet die drei Kategorien von Partnern – AkademikerInnen, Skigebiete und Lösungsanbieter. Das Projekt teilt sich in sechs Arbeitspakete (AP) auf. Diese bewusst niedrige Anzahl an Arbeitspaketen soll die engen Beziehungen zwischen den Projektpartnern entlang eines fokussierten Pfades aufrechterhalten, der zur Erreichung der Projektziele führt. Der zentrale Knotenpunkt des Co-Design-Ansatzes liegt jeweils in der Einrichtung einer über die gesamte Projektlaufzeit bestehenden, themenübergreifenden lokalen Arbeitsgruppe (LAG) pro teilnehmendes Skigebiet. Jede LAG besteht aus mindestens einem Vertreter bzw. einer Vertreterin des technischen Managementteams des jeweiligen Skigebiets, einem technischen sowie einem wissenschaftlichen Projektpartner und allen Stakeholdern, die direkt in die Datennutzung involviert sind. Die LAGs werden in alle gebietsbezogene Aktivitäten – insbesondere in AP1, AP2 und AP4 – eingebunden sein.

AP1 (Aufbau, Berechnung und Bereitstellung von meteorologischen Vorhersagen und Schneedeckenprognosen) bewertet die vorhandenen Werkzeuge und Ausgangsdaten für Schneevorhersagen und Schneedeckenprognosen, darunter (i) historische Datensätze zu Schneefall und Schneedecke, (ii) fernerkundungsbasierte Schneebeobachtungen, (iii) Vorhersagesysteme, die von einer Woche bis zu einigen Monaten reichen, und deren Fähigkeiten in Bezug auf Schnee und andere Parameter sowie (iv) Schneemodelle und deren Kompatibilität mit saisonalen Vorhersagesystemen. Es entwickelt und implementiert die Werkzeuge zur Verarbeitung der Daten, die in den einzelnen Pilotskigebieten generiert werden, und richtet den relevanten Datenstrom ein. Darüber hinaus werden die physikalischen Komponenten des Demonstrators, basierend auf Langzeitbeobachtungsstationen in verschiedenen europäischen Ländern, evaluiert. AP1 quantifiziert zudem die Unsicherheiten und schlägt Visualisierungen vor, die von den Skigebiets- und Gebirgsfachkräften als handlich angesehen werden.


AP2 (Markt für Klimadienstleistungen, Co-Design und Nutzen in der europäischen Skiindustrie) soll unser Wissen in Bezug auf die Nachfrage sowie andere wirtschaftliche, rechtliche und institutionelle Bedingungen für die Markteinführung sowohl auf Skigebietsebene als auch auf nationaler und alpenweiter Ebene vertiefen. Zu den Arbeitsaufgaben zählen die Bewertung der Nutzerbedürfnisse unter Einbeziehung aller LAGs und einer erweiterten Auswahl von Skigebietsmanagern, die Bewertung bestehender meteorologischer und klimatologischer Dienste, die Entwicklung von Kommunikationskanälen für Klimadienstleistungen von nationalen oder europäischen Diensten hin zum Endnutzer und die Schaffung öffentlich-privater Partnerschaften und institutioneller Vereinbarungen. Insbesondere der rechtliche Rahmen bestehender und noch zu entwickelnder Produkte soll dabei bewertet werden.


AP3 (Spezifikation und Implementierung des Demonstrators) stellt die technische Spezifikation des Demonstrators bereit und implementiert diese (Webdienste, APIs, Serverarchitektur, Webzugriff, Newsletter, wöchentliche Kurzdarstellung, aktuelle Neuigkeiten zu Klimaprognosen). Das Arbeitspaket interagiert in allen Schritten mit AP4, um den Demonstrator während und nach der Implementierung kontinuierlich zu verbessern. Schlussendlich wird AP3 eine das Feedback der Nutzerinnen und Nutzer berücksichtigende finale Version des Demonstrators liefern.


AP4 (Pilothafte Entwicklung, Verwertung und Evaluierung) wertet den PROSNOW-Demonstrator unter Einbeziehung aller LAGs in Echtzeit in den Pilotskigebieten und demonstriert im Zuge dessen die Machbarkeit des PROSNOW-Konzepts. Die Echtzeitauswertung liefert Rückmeldungen zur Verbesserung des Demonstrators und leistet einen Beitrag zur Bewertung des Mehrwerts und des Potentials für die Markreplikation.


AP5 (Dissemination und Vorbereitung der Marktnutzung) disseminiert die Ergebnisse des Projekts und bereitet die Marktnutzung vor. Die Industriepartner werden dabei als Multiplikatoren mobilisiert, um die Komplementarität zu ihren eigenen Angeboten zu prüfen und die Endnutzer zu erreichen. Das letztendliche Ziel ist die Schaffung einer Struktur, die langfristige Nutzung der PROSNOW-Produkte sicherstellt.


AP6 (Wissenschaftliche Koordination, Projektmanagement und Kommunikation) ist für das Projektmanagement, die Koordination der wissenschaftlichen Aktivitäten und die Koordination der Kommunikationsaktivitäten verantwortlich.